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Eintritt Kunsthaus Spezialausstellung

Beschreibung

MATISSE-METAMORPHOSEN
Meilenstein in der Skulptur der Moderne
30.08. - 08.12.2019

Henri Matisse (1869-1954) war bereits zu Lebzeiten als revolutionärer Maler und Erfinder der «Papiers découpés» berühmt. Dass er aber auch in Ton und Gips modellierte und Wert darauf legte, als Bildhauer öffentlich wahrgenommen zu werden, ist weit weniger bekannt.

Seine unbekannte Seite
Die vier Bronzereliefs «Rückenakt I-IV» stellen nicht nur Matisse' plastisches Hauptwerk, sondern auch einen Meilenstein in der Skulptur der Moderne dar.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Matisse' künstlerische Methode, die er bei fast allen seiner wichtigsten Plastiken anwendete: Ausgehend von einer naturalistisch anmutenden Gestaltung, abstrahierte er seine Figuren immer stärker bis hin zu einer radikalen Stilisierung. Dabei hielt er die entscheidenden «Zustände» als eigenständige Plastiken fest und führt uns so seinen Schaffensprozess vor Augen. Gleichsam in einer Metamorphose wandeln sich seine Bronzen von einer Naturform zu einer Kunstform. Dieser Prozess der Verwandlung findet Parallelen in seinem malerischen und zeichnerischen Werk. Diese werden in der Ausstellung erstmals zueinander in Beziehung gesetzt.

Matisse' unterschiedliche Inspirationsquellen - Aktfotografien, afrikanische und antike Vorbilder - sowie Fotografien, die den Künstler als Bildhauer zeigen, runden diese fokussierte Schau ab und präsentieren den französischen Meister von einer unbekannteren Seite.

Olafur Eliasson
17.01. - 22.03.2020
Symbiotic seeing

Der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson (*1967) gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern, und seine Werke werden weltweit in grossen Museen und Ausstellungen gezeigt.

Für das Kunsthaus Zürich entwickelt Eliasson exklusiv eine neue Installation, die den ganzen Bührlesaal einnimmt. Thematisch kreist die Ausstellung um das Verhältnis von uns Menschen zu anderen Spezies und Lebensformen auf der Erde - ein zentrales Thema im Zeitalter des Anthropozäns. Eliasson plädiert für eine Welt, die auf Koexistenz und Zusammenarbeit setzt, anstatt auf Konkurrenzkampf, und er verwandelt den Museumsraum in eine immersive Gesamtinstallation, die unsere Sinne anspricht.

Die Arbeiten von Eliasson erinnern oft an wissenschaftliche Anordnungen und beschäftigen sich mit physikalischen Naturphänomenen wie Licht, Wasser, Bewegung und Spiegelung. Es geht dem Künstler aber nicht um abstrakte, formale Experimente, sondern um die Wahrnehmung an und für sich: Er lädt uns ein, die Welt und uns selber neu zu betrachten, Dinge anders zu erfahren und so neu zu erkennen.

Kunst muss für Eliasson auch gesellschaftlich relevant sein. Themen wie Klimawandel, Migration oder die Ausbeutung der Ressourcen unseres Planeten spielen eine zentrale Rolle in seinem Werk. Es gelingt ihm, diese wesentlichen Fragen und sozialen Belange in eine Formensprache umzusetzen, die die Menschen nicht nur rational anspricht, sondern auch emotional berührt und körperlich bewegt.

 

Dauer

Öffnungszeiten: Dienstag und Freitag - Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 10.00 - 20.00 Uhr, Montags geschlossen.